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GA STUTTGART

guided tours by architects

Uli

STUTTGART MODERN

Das Stuttgart der 20er Jahre war eine moderne Stadt! Der Tagblattturm von Ernst Otto Oßwald oder das Kaufhaus Schocken von Erich Mendelsohn zeugen von einer Offenheit für Neues, die in Stuttgart überrascht. Nach dem Erfolg der Werkbund Ausstellung „Die Form“ auf dem frei gewordenen Bahngelände im Stadtzentrum 1924, formierte sich die Idee einer richtigen Bauaustellung zum Thema „Die Wohnung“.  Unter der Leitung von Ludwig Mies van der Rohe konnten 17 internationale Architekten ihre Vorstellungen vom neuen Wohnen realisieren. Darunter entstanden auch 2 Gebäude von Le Corbusier – heute sind sie UNESCO Weltkulturerbe.

Doch es gab auch Architekten, denen die neuen Ideen zu weit gingen, zu extrem waren. Und sie realisierten 1933 nur einige hundert Meter entfernt einen Gegenentwurf: die Kochenhofsiedlung.

Auf unserem Spaziergang von der Weissenhofsiedlung zum Kochenhof lernen wir aber noch weitere „moderne“ Projekte kennen, zum Beispiel die Brenzkirche, die Killesberghöhe, ein exklusives Wohngebiet u.a. geplant von Architekturbüros wie Baumschlager, Eberle oder David Chipperfield oder auch das im Rahmen der IBA 2027 neu entstehende Besucherinformationszentrum von Barkow Leibinger.

Stuttgart…

Stuttgart ist konservativ und experimentell, avantgardistisch und traditionell – diese Ambivalenz entdeckt man in der Mentalität der Menschen, in der Politik und auch in der Architektur der Stadt. In den 20er Jahren wird hier mit der Weissenhofsiedlung das “Neue Wohnen” präsentiert – und ein paar Jahre später mit der Kochenhofsiedlung wieder in Frage gestellt. Die gezeigte Architektur der ersten Ausstellung ist auch heute noch „modern“. Der Bahnhof, die Markthalle oder auch der „König von England“ sind traditioneller in ihrer Formensprache, aber nicht weniger interessant. Die Liederhalle, der Fernsehturm oder die Staatsgalerie widerum sind Architekturikonen die jeweils neuartig und weltweit epochemachend waren!

Aber auch neuere Projekte müssen sich ganz und gar nicht verstecken: das Daimler-Museum von UN Studio, die Erweiterung der Landesbibliothek von Lederer Ragnarsdóttir Oei oder die John-Cranko-Schule der Architekten Burger Rudacs, um nur ein paar der neueren architektonischen Leuchttürme zu nennen!

VORTRÄGE

URBANE ENTWICKLUNG & STRATEGIEN STUTTGARTS

Vor allem bei mehrtägigen Führungen empfehlen wir einen Einführungsvortrag zu Beginn der Besichtigungen. Wir führen Sie in Rahmen eines Powerpoint-Vortrags in die Stadtgeschichte und die aktuellen urbanen Strategien Stuttgarts ein, können aber auch zu verschiedenen anderen Themen Stuttgarts, oder ganz allgemeinen städtebaulichen, stadtphänomenologischen oder architektonischen Aspekten referieren.

NETZWERK

GUIDING ARCHITECTS

GA Stuttgart ist Mitglied des weltweiten Netzwerks Guiding-Architects für professionelle Architekturführungen. Die  weltweit tätigen Mitglieder sind unabhängige Firmen und Architekturbüros, die professionelle Touren in den entsprechenden Regionen oder Städten anbieten. Die kompetente Moderation der Fachführungen fokussieren auf die aktuelle zeitgenössische Architektur der jeweiligen Städte, die aktuellen Entwicklungsgebiete, die Besichtigung neuer Objekte in deren urbanen Kontext und deren soziales und politisches Umfeld. Alle Mitglieder von Guiding‐Architects zeichnen sich durch die hohe architektonische Fachkompetenz und die professionelle Organisation der Führungen aus. Als vor Ort lebende Architekten kennen sie die spezifischen Gegebenheiten, sind gut mit der lokalen Architekturszene vernetzt und können so kompetente und aktuelle Empfehlungen zu den Besichtigungen abgeben. Die aktuellen Stand der Partner und Destinationen finden Sie auf www.guidingarchitects.net.

STUTTGART REPARIERT

Die Bomben des zweiten Weltkrieges haben im Zentrum Stuttgarts enormen Schaden angerichtet. 80% der Bausubstanz der Innenstadt wurde zerstört. Wiederaufbau oder die Chance ergreifen und die Stadt völlig neu denken? Es entstanden Gebäude, die den Bewohnern zwar mehr Licht und Luft verschafften, aber manchmal städteräumlich schwierig waren. Andere haben sich sehr gut eingepasst und sind heute selbstverständliche Teile der Stadt!

Wir betrachten uns beispielhaft den „König von England“ und die Marktplatzbebauung, aber auch die neueren Projekte wie das Dorotheenquartier, das Haus des Tourismus und das Projekt „Vier Giebel“. Der Tagblatturm gegenüber, das erste in Sichtbeton ausgeführte Hochhaus der Welt, ist eine Ikone der Moderne. Der neue grüne Block an der Calwer Passage von Ingenhoven Architects möchte dazu beitragen das Stadtklima nachhaltig zu verbessern.

Der Hospitalhof, vom Stuttgarter Büro Lederer-Ragnarsdottir-Oei geplant, der wieder ein „alter“ Ort in der sonst neuen Umgebung sein soll, bildet den Abschluss unseres Rundganges.

STUTTGART 21

Stuttgart 21 – die Stadt bekommt einen neuen Bahnhof. Das Thema ist über die Region hinaus bekannt geworden. Aber was soll denn tatsächlich gebaut werden?

Ohne Zweifel bringt das Projekt Stuttgart 21 neben einem neuen Bahnhof für die Stadt, vor allen Dingen auf den frei werdenden Gleisflächen neue Gebiete für die Stadtentwicklung mit sich. Direkt hinter dem Bahnhof ist die erste dieser Flächen inzwischen fast vollständig bebaut, das Europaviertel. Kann das erste erstellte Gebiet beispielhaft für die Bebauung der weiteren Flächen sein? Kann man von einem zukunftsweisenden, lebenswerten neuen Stadtviertel sprechen?

Noch in der Planungsphase ist das neue Rosensteinviertel. Was soll hier entstehen?

Und die Architektur des Bahnhofs selbst ist natürlich spektakulär: 28 doppelt gekrümmte Kelchstützen tragen riesige Lichtaugen, die das Bahnhofsdach bilden. Der alte Bonatzbau wird umgebaut und modernisiert.

Leider können wir im Rahmen unserer Führungen nicht in die Bahnhofsbaustelle hinein – das müssen Sie ggf. extern buchen – aber z. B. bei unserer Tour STUTTGART ZENTRAL werden wir das Thema behandeln und vor Ort mit Plänen und Skizzen erklären, was in Stuttgarts Zentrum entstehen soll.

 

Uli

DIPL.-ING. ULRICH KÖLLE

Geschäftsführer von GA Stuttgart | Studium der Architektur an der Technischen Universität Dresden und der ETSAV Sant Cugat (Barcelona) | Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros in Stuttgart und Barcelona | Ab 2008 eigenes Büro pineal architecture in Barcelona. 2011-2013 Geschäftsführer von GA Barcelona | Tätigkeiten im Lehrbereich in Zusammenarbeit mit Hochschulen in Hamburg, Zürich, Barcelona und Dresden | 2014-2017 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Nachhaltigkeit, Baukonstruktion und Entwerfen der Universität Stuttgart.

STUTTGART ZENTRAL

Das Zentrum Stuttgarts – mehrspurige Verkehrsschneisen, die es durchschneiden, Fragmente alter repräsentativer Architektur und ein Allerlei der Nachkriegsmoderne verschiedener Qualitäten.

Wie reagieren die Architekten auf diesen Kontext? Welche Gebäudekonzepte setzen sie diesen städtischen Räumen entgegen?

Das Kunstmuseum, das eine Narbe der Stadt zum Gebäudekonzept macht. Die Erweiterung der Landesbibliothek, vom Stuttgarter Büro Lederer-Ragnarsdottir-Oei geplant, die sich bewusst der verkehrsreichen Strasse annähert, oder die Ballettschule, die die Topographie der Stadt geschickt nutzt.

Der koreanische Architekt Eun Young Yi zelebriert das Buch in einem kontemplativen Bücherwürfel.

 

Auf unserem Spaziergang durch die Stadt machen wir uns ein Bild der Entwicklung der letzten 20 Jahre. Dabei streifen wir auch das über die Grenzen Suttgarts hinaus viel diskutierte Projekt Stuttgart 21: der neue Bahnhof und die damit verbundenen neuen Stadtentwicklungsprojekte.

 

Unser Schwergewicht liegt im Bereich zeitgenössischer Architektur und industriell, experimenteller Bauentwicklungen, sowie im Aufzeigen der aktuellen urbanen Strategien.

F Ü R  W E N ?
Unsere Führungen sind primär an ein Fachpublikum in Zusammenhang mit Architektur gerichtet: Architekten, Stadtplaner, Landschaftsarchitekten, aber auch Baufirmen, Immobilienvereinigungen, Wohnbaugenossenschaften, Politiker, Stadt- und Planungsbehörden, Architektur- und Landschaftsarchitekturstudenten, etc.
Genauso möchten wir auch den ganz allgemein am Baugeschehen interessierten Laien ansprechen.  Als Architekten sind wir aktiv an der Gestaltung der Stadt beteiligt und möchten aus unserer heutigen, aktuellen Perspektive die komplexen Zusammenhänge der Stadtentwicklung anschaulich weitergeben. Gleichzeitig nutzen wir unseren didaktischen Hintergrund aus der Lehre zur Vermittlung von architektonischen Inhalten.

Wir moderieren unsere  Führungen auf Deutsch, Englisch oder Spanisch.

EXCLUSIVE TOUREN

Exclusive Touren werden thematisch und logistisch nach den Wünschen der Kunden zusammengestellt. Sie sind für anspruchsvolle Kunden mit außergewöhnlichen inhaltlichen
oder logistischen Anforderungen gedacht. Wir organisieren Besichtigungen zu besonderen Objekten, ungewohnte Innenbesichtigungen, Treffen mit Architekten, Künstlern und
Behörden. Ebenso organisieren wir Touren zu spezifischen architektonischen Themen. Sie erhalten zudem eine auf Ihr Programm zusammengestellte Dokumentation der
besichtigten Bauten.

 

STUTTGART EXPERIMENTELL

Campus Vaihingen – universitäres Zentrum im Wald. Im Jahre 1959 begann man den Pfaffenwald direkt neben dem Stuttgarter Vorort Vaihingen und Teil des grünen Rings um Stuttgart, zu roden, um dort Institutsgebäude der Universität Stuttgart anzusiedeln. Die freie Wiese „im Wald“ bot von Anfang an Raum für experimentelle Gebäude.

Das „Bauhäusle“, ein im Eigenbau errichtetes Studentenwohnheim – als Provisorium errichtet aber nach wie vor intakt und geliebt – ein frühes Beispiel partizipatorischer Architektur. Gleich daneben das berühmt gewordene Hysolar-Gebäude des Büros Behnisch, ein frühes dekonstruktivistisches Manifest. Auch das Zentrum für Virtuelles Engineering ist eine Zusammenarbeit der Architekten (UN Studio) und des Fraunhofer Instituts, bei der in interdisziplinären Projektteams die Forschungsergebnisse des neuen Instituts direkt im Bau des Gebäudes umgesetzt wurden.

Bei einem Spaziergang über den Campus werden wir diese und weitere experimentelle Architekturprojekte kennen lernen.

WEIN & ARCHITEKTUR

WEIN & ARCHITEKTUR

Im Remstal, vor den Toren Stuttgarts, verbinden sich Wein und Architektur auf eindrucksvolle Weise. Zwischen sanften Rebhängen und modernen Bauformen zeigen Winzerinnen und Winzer, wie Tradition und Innovation harmonisch verschmelzen können.

In der Alten Kelter Miedelsbach wird Geschichte spürbar – das liebevoll restaurierte Fachwerkgebäude dient heute als kultureller Treffpunkt und erinnert an die Wurzeln des regionalen Weinbaus. In Winterbach überzeugt das Weingut Ellwanger mit klarer, zeitgenössischer Architektur, die Offenheit und Handwerkskunst spiegelt. In Weinstadt-Gundelsbach beeindruckt das Weingut Leon Gold mit einer klaren, nachhaltigen Architektur, die sich sensibel in die Weinberge einfügt. Auch das Weingut Singer-Bader in Korb steht für puristische Formen und naturnahe Materialien – ein Ort, an dem Weinästhetik räumlich erlebbar wird. Ergänzt wird die Weinkultur durch den Club Traube in Stuttgart-Wangen, der Wein, Design und urbanes Lebensgefühl vereint.

Kommen Sie doch mit uns auf eine Tour durch das Remstal und erleben Sie die Schönheit guter Architektur in Verbindung mit dem Genuss guter Weine.

LOGISTIK DER TOUREN

Wir bieten Ihnen neben den Architekturführungen und Vorträgen alle Leistungen vor Ort die mit Ihrer Reise in Verbindung stehen, z.B. Transportmittel, Eintritte und Restaurantbesuche.
Darüber hinausgehende Leistungen wie z.B. die Anreise (per Bus) oder die Hotelreservierung können wir anhand eines Partnerreisebüros anbieten, treten hierbei aber nur als Vermittler auf.

TRANSPORTMITTEL

Je nach Programmgestaltung und Wünschen der Kunden sind wir bei unseren Touren zu Fuß oder mit verschiedenen Transportmitteln unterwegs. Dies können Busse, Fahrräder sein, aber auch Oldtimer oder wir integrieren auf Wunsch Schifffahrten bis hin zu Helikopterflügen in Ihre Tour.
Unsere Reisebüropartnerbuchen für Sie nachstehende Transportmittel auch ohne Guides unsererseits für Ihre individuellen Ausflüge – soweit Sie bei uns an anderen Tagen Führungen buchen.

Bus

Wir organisieren die für die Touren notwendigen Busfahrten. Nach der Zusammenstellung des Programms erhalten Sie von uns ein komplettes Angebot.

Fahrrad, E-Bike

Gerne können wir auch eine Tour auf dem Fahrrad oder E-Bike organisieren. Sprechen Sie uns an.

KOMMUNIKATION

Wie kommuniziert man bei größeren Gruppen?
Bei Gruppengrößen ab 25 setzen wir eine mobile, drahtlose Übertragungsanlage ein. Jeder Teilnehmer erhält einen leichten Kopfhörer, der Guide spricht durch ein Mikrofon und kann so von allen stets auch aus Distanz und in lauter Umgebung problemlos gehört werden.
Ein Angebot über die Kosten des Transportmittels oder der Kommunikationshilfen erstellen wir individuell bei der Planung Ihrer Tour.

+49 177 4619618

mail@ga-stuttgart.de

GA STUTTGART | ULRICH KÖLLE
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